Posts filed under ‘Slice of life’

Die #03 Montagsfrage

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Welcher Romanfigur möchtest du dringend etwas sagen?

Diese Frage hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht und zeitgleich zu viel Spaß geführt. Allerlei Gedankenfäden sind aufgetaucht und einige habe ich in die nähere Auswahl gezogen. Aber ich verzichte mal darauf, Ronald Weasley zu sagen, dass er für immer meine große Liebe sein wird. (Wobei ich ja mittlerweile Chancen hätte, jetzt wo J.K. Rowling diesen Akt bereut!)

Nach weiteren Überlegungen war ich mir ziemlich sicher, dass ich mich für den Kinderkönig-Narren Joffrey (Game of Thrones) entscheiden würde. Selten war es einem Charakter möglich, mich so unendlich wütend zu machen. Oh, er hätte sich wirklich viel von mir anhören müssen, vermutlich hätte er mir seine Krone freiwillig überreicht, damit ich endlich den Mund halten würde. Aber dann würde ich ihn Fragen: Was ist dir wichtiger, du Narr? Deine Zunge oder deine Männlichkeit? Ach, du hast ja keine – also kann die Zunge raus. (Vielleicht hätte ich doch lieber Ron meine Liebe gestehen sollen … das wäre friedlicher verlaufen!)

Aber ich habe mich dann doch anders entschieden. Ich finde, wenn sich diese Möglichkeit ergeben sollte, dann sollte es auch sinnvoll genutzt werden. Also, mein lieber Abel Tannatek (Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis), selbst wenn am Verlauf deiner Geschichte nicht viel zu ändern wäre, überdenke doch deine letzte Tat und informiere dich darüber, wie die gesetzlichen Richtlinien in deinem Fall aussehen. Wir würden ein vollkommen anderes Ende erreichen und vielleicht würdest auch du endlich glücklich werden!

Na, hat euch die Montagsfrage auch zum Grübeln gebracht? Dann macht doch mit, LiBROMANiE wird sich sicher freuen!

5. Februar 2014 at 14:37 2 Kommentare

Mein Januar 2014

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Es folgt nun, wie ihr sicher unschwer erraten konntet, eine ziemlich materielle Zusammenfassung meines Januars. Meine Lebenszeit besteht zwar nicht nur aus Videospielen, Büchern und Filmen, aber der Bloginhalt hat sich nun einmal dorthin spezialisiert. Aber falls es jemanden interessiert: Ja, ich gehe arbeiten und das sogar ziemlich viel :D (Und meine Probezeit habe ich auch bestanden, yay!)

Greift zu den Fahnen und Trompeten, verkündet es mit stolzer Brust und lauter Stimme: Ich habe ein Spiel beendet! Es gleicht einem Wunder. Na gut, genug übertrieben. Trotzdem ist es die Wahrheit. Den ersten Teil von „Kingdom Hearts“ habe ich beendet. Und ich habe mir noch kein Spiel gekauft – meinen Vorsatz werde ich schon einhalten!
Um zu beobachten, auf wie viele Spiele ich verzichte, habe ich mir einen Wunschzettel angefertigt, auf dem jegliches Spiel landet, welches ich gerne spielen würde. Ob altes Retrogame oder Neuerscheinung, dies ist vollkommen nebensächlich. Der aktuelle Stand beträgt fünf Spiele. (Aber auch nur, weil ich versuche, mich so wenig für möglich mit den Neuerscheinungen auseinander zu setzen ha ha…)

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Lesetechnisch war dieser Monat ziemlich produktiv. Ganze fünf Bücher habe ich beenden können und meinen SuB nicht einmal im Ansatz berührt. Die Bücher waren alle ausgeliehen, bis auf das Buch von Sebastian Fitzek, welches ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe.
Mein Highlight der Bücher war „Noah“, meinen Bericht darüber sollte ich endlich zu Ende schreiben. Der absolute Flop hingegen war „Die Nachtprinzessin“. Ich bezweifle noch immer, dass ich in diesem Jahr noch ein Buch finde, welches dieses Ereignis toppen kann. (Toi,toi,toi, ich möchte es auch gar nicht erleben!)
Die Rezesionen zu diesen Büchern könnt ihr natürlich auf meinem Blog finden.

dvd_januar Mein Filmejahr begann mit der „Herr der Ringe“ Trilogie, welche ich zusammen mit Camellia gesehen habe. Ich muss wohl zugeben, dass ich die Filme zum ersten Mal gesehen habe. Aber besser spät, als nie! Außerdem habe ich ja vorher auch die Bücher gelesen, da gleicht sich dieses Vergehen wieder aus. Mir haben die Filme gut gefallen. Mal davon abgesehen, dass mein Topcharakter einfach immer wieder lächerlich gemacht wurde, mein armer, kleiner Gimli! Manches war in den Filmen natürlich anders, meistens war es nicht störend, aber der Pippin-Merry Storyverlauf in den Filmen, gefiel mir nicht so gut. Dies liegt aber auch daran, dass ich die Ents sehr mag und im Film mir das alles zu arg anders war. Alles in einen muss ich aber sagen, dass es sehr gelungene Filme sind. Warum habe ich das als Kind nicht so gesehen? Ach ja, ich mochte Harry Potter, da musste Herr der Ringe ja doof sein… was für eine verquerte Ansicht!

Dann gab es einen Rewatch des sechsten „Detektiv Conan“ Filmes. Meine Einhorn-Gang war zu Besuch und hat sich für den Film entschieden. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt, da ich diesen Film sehr gerne mag. Das Bedürfnis, die Sherlock Holmes Bücher zu lesen, ist dadurch dann wieder weiter gewachsen.
Im Animebereich gab es dann noch die ersten Folgen von „Angel Beats“. Die DVD habe ich ziemlich günstig auf „rebuy“ kaufen können und nun hoffe ich, dass ich die zwei weiteren DVDs ebenso günstig erhalten kann. Ich habe „Angel Beats „zwar auch schon gesehen, aber ich dachte, es wird nicht schaden, die Folgen ein weiteres Mal zu sehen. Ich mag den Anime – insbesondere Yui und Hinata.

Und wie ihr richtig sehen könnt, die erste Staffel von „Game of Thrones“ habe ich dann auch noch einmal gesehen. So konnte ich mich ziemlich gut auf die Bücher einstimmen und werde mir dann schon bald den vierten Teil schnappen. Hach, ich muss schon sagen, die Schauspieler bieten solch eine großartige Leistung, da macht es einfach Spaß, die Serie zusehen. Ich ärgere mich, dass ich mir die zweite Staffel nicht gekauft hatte, als sie im Angebot war, aber nun gut, Angebote wiederholen sich und dann werde ich zuschlagen.

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Enden wird dieser Beitrag mit zwei Random-Instagram Bildern für den Januar 2014. Die Schuhe sind ein absoluter Glücksgriff gewesen. Sie sind in meiner Lieblingsfarbe, von innen gefüttert und dazu auch noch ziemlich gut reduziert gewesen.
Die Tinkerbell Becher habe ich geschenkt bekommen. Ich finde die einfach super niedlich! Und mit Tinkerbell-Sachen kann man mich ja immer wieder begeistern :)

Gut, damit verabschiede ich mich und werde den letzten Tag im Januar 2014 noch gut nutzen!

31. Januar 2014 at 11:17 Hinterlasse einen Kommentar

Zurück in das Mittelalter

Am Samstag, dem 31. August, war es endlich so weit. Ein Tag, dem ich schon lange entgegen gefiebert habe, trat endlich in Erscheinung. Wovon die Rede ist? Natürlich vom „Mittelalterlichen Phantasie Spectaculum“ ;)
Schon vor einiger Zeit habe ich mit einer Freundin ausgemacht, dass wir eben dieses Spectaculum besuchen werden. Es ist schon länger her, dass ich auf dem Mittelaltermarkt in Telgte war und ich wollte dieses Feeling zu gerne noch einmal erleben. Ich finde die Atmosphäre einfach wunderbar. Die Heerlager, die Marktstände, die verschiedensten Menschen und Darsteller … es ist einfach etwas Besonderes.
Aber ihr wisst ja, wie es ist, nicht wahr? Es kommt immer alles anders, als man denkt.

Es fing damit an, dass die liebe Camellia ihr Interesse am Spectaculum bekundete. Dies war nun wirklich keine Problematik, schließlich ist so ein Besuch in einer größeren Gruppe doch nett. Als dann die spontane Idee folgte, dass wir uns ja noch etwas Nähen könnten, stand fest, dass wir mit großer Spontanität gesegnet sind. Eine Woche sollte allemal reichen, doch so wirklich sicher war ich mir nicht, ob wir es schaffen würden. Aber der Gedanke, in einem mittelalterlichen Outfit dort auf zu tauchen, den fand ich schon ziemlich spannend.
Dank der Zauberkiste von Camellia, in der sich allerlei Stoffe befinden, haben wir etwas Passendes gefunden. Auch alle anderen Materialien waren noch vorhanden und wir konnten beginnen.

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Im Endeffekt waren wir aber erfolgreich und unsere Outfits sind rechtzeitig fertig geworden. Anstatt mir eine Bluse bzw. ein Mieder zu nähen, habe ich mir eine schicke Bluse bei C&A gegönnt und einen Gürtel dazu genäht. Mir gefiel mein Outfit sehr und deswegen war ich auch voller Vorfreude. Diese wurde etwas getrübt, da besagte Freundin, die mit mir anfänglich dorthin wollte, absagen musste. Aber davon wollte ich mich nicht abschrecken lassen. Außerdem hatte ich ja Camellia als Begleitung, mit welcher ich mich dann am Vormittag auf den Weg gemacht habe.
Als wir an der Station ausgestiegen sind, wurden wir von einem Nieselregen begrüßt, der uns jedoch nicht abschrecken konnte. Wir sind nicht aus Zucker, das war unsere Devise und somit folgten wir den neongelben Schildern, um den Weg zu finden. Diese Schilder zu erkennen wurde jedoch von Schritt zu Schritt schwieriger, denn aus dem Nieselregen wurde ein extremer Platzregen. Die Steigungsgrad war einmal einzigartig. Als wir auf de Gelände ankamen, waren wir wunderbar durchnässt.

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Schweren Herzens haben wir uns dazu entschieden, den Eintrittspreis nicht zu verschwenden. Was brachte es schließlich, vollkommen durchnässt und auf matschigen Boden zu marschieren? Wer wusste schon, ob das Programm wirklich stattfinden würde? Niemand. Das war ein großartiger Besuch. Wir hatten wirklich ein schlechtes Gefühl, als wir den Weg wieder zurückgegangen sind. Bis zur Kreuzung, an der wir noch einmal darüber sinnierten, war wir tun sollten. Es war Camellia, die entschied, dass wir doch wieder zurückgehen und genau das haben wir dann auch getan. So haben wir uns die Tickets gekauft und haben den Zaun hinter uns gelassen.

Bereut haben wir es nicht. Der Regen ließ Gnade walten und es gab nur noch einen kleinen Schauer, den wir gut vertragen haben. Dadurch, dass es schon länger nicht geregnet hatte, war der Boden alles andere als matschig. Außerdem waren viele vom Regen verschreckt. Für uns war es aber ein ziemlicher Vorteil, da wir allerlei Marktstände durchstöbern konnten, ohne uns bedrängt zu fühlen.
Mein persönlichen Highlights waren allerdings die Auftritte der Musiker. Da „Saltatio Mortis“ und „Faun“ aufgetreten waren, hatte sich für mich da schon der Eintritt gelohnt. Von Saltatio hätte ich gerne mehr gehört, zum Nachtkonzert war ich nicht mehr geblieben, aber sie geben ja schon bald ein reguläres Konzert. Dafür waren wir dann bei dem Auftritt von „Faun“, der uns sehr gefallen hat.

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Nächstes Jahr werden wir wieder vor Ort sein und vielleicht wird es dann ja auch trocken sein. Hoffen wir mal das Beste!

4. September 2013 at 16:02 Hinterlasse einen Kommentar

Start of something new

Ernsthaft, wieso fällt mir dieser Songtitel ein, obwohl ich eine seriöse Headline für diesen Beitrag gesucht habe? Nun gut, „High School Musical“ ist ja auch immer nett. Und erinnert mich daran, dass meine Zeit in der Schule beendet ist und ich in die weite, weite Welt hinaus geflattert bin.

In den letzten zwei Wochen ist ziemlich viel passiert und ich habe mir fest vorgenommen, wieder regelmässig zu bloggen. Aber es waren einfach zu viele Eindrücke und Geschehnisse, dass mir keinerlei Zeit dafür blieb. Nun aber stehe ich wieder auf festem Grund und kann mich auch meinen Leidenschaften widmen, die aufgrund von Zeitmangel etwas in Vergessenheit geraten sind.

Was sich denn alles getan hat? Für mich war es wirklich eine Menge und ich bin wirklich froh darüber, dass ich damit ziemlich gut zurecht gekommen bin. Momentan stehe ich zwar noch in einigen Baustellen, die erst abgeschlossen werden müssen, bevor alles vollkommen ist, aber jeder noch so kleine Schritt bringt mich weiter.
Am 15.08. startete meine Ausbildung als „Gesundheits- und Krankenpflegerin“. Wem dieses Berufsbild nun fremd sein sollte: Es ist der aufgewertete Berufsname der „Krankenschwester“. Zeitgleich erfolgte mein Auszug aus meinem sicheren Nest. Für mich war es Zeit, auf eigenen Beinen zu stehen, denn noch länger konnte und wollte ich es nicht herauszögern. Natürlich wäre es sehr viel reizender gewesen, daheim zu leben und das Ausbildungsgehalt vollkommen für das eigene Interesse zu nutzen, aber darauf habe ich verzichten können. Auf meine Familie verzichten ist da etwas Anderes, aber da muss wohl jeder einmal durch. Ich habe es mir schließlich ausgesucht, dass mein Auszug mich auch in ein anderes Bundesland führt. Immerhin ist es so nahe, dass ich an freien Tagen vorbeikommen kann und das ist schon ziemlich beruhigend.
Mein Auszug führte mich in ein gemachtes Nest. Die Wohnungssuche war bisher nicht erfolgreich gewesen, aber ich habe ein Dach über den Kopf und gute Unterhaltung. Für mich war es wohl auch der bessere Weg, denn wer weiß, ob ich so motiviert und stark genug gewesen wäre, wenn ich sofort alleine gelebt hätte. Ich bin froh und dankbar, so eine liebe Freundin zu haben!

Die ersten Wochen lief ich nach der Schule immer wieder zu irgendwelchen Menschen, Institutionen und Ähnlichem, da ich noch viel organisieren, klären und verstehen musste. Na gut, das hat nun noch immer nicht aufgehört, aber immerhin habe ich mittlerweile schon etwas Klarheit!

In kürze werden Blogbeiträge folgen, die auf vereinzelnde Thematiken näher eingehen. Doch dieser Post soll nun dafür reichen, den neuen Lebensabschnitt ein zu läuten. Zumindest eines ist mir aber geblieben: Mein Kaffee, den ich mir nun gönnen werde ;)

31. August 2013 at 09:59 Hinterlasse einen Kommentar

Kreatives Nähen – Buchtasche

Ich würde wohl behaupten, ein Jeder kennt die Buchtaschen, die in den meisten Fällen dann doch nicht erworben werden. Die Motive gefallen nicht, der Preis ist immens hoch und überhaupt … der Geiz siegt, obwohl es sicherlich eine sinnvolle Anschaffung wäre.
In der letzten Woche war es wieder so weit und ich habe mir die Taschen angesehen. Ich war es leid, meine Bücher in einer Tüte zu transportieren! Schließlich konnte es ja auch schöner aussehen. Urgh, immer diese Mädchengedanken!
Drei Mal dürft ihr raten: Habe ich mir eine gekauft? 1,2,3 … natürlich nicht.

Am Wochenende habe ich dann immerhin einen Kompromiss schließen können: Eine eigene Buchtasche muss her. Die Kosten würden wohl ähnlich sein, der Aufwand sehr viel höher und vielleicht würde das Produkt auch nicht ganz so schön sein … aber es war immerhin etwas Selbstgemachtes. Also begab ich mich heute auf die Suche nach Stoffen. Ein kleiner, niedlicher Laden verkaufte Stoffreste, die in der perfekten Größe geschnitten waren. Zwei habe ich mir mitgenommen, sowie zwei Knöpfe.
Um meine Lieblingsfarbe handelt es sich hierbei nun nicht wirklich, aber mir gefiel das Motiv sehr und somit habe ich mich auch ziemlich schnell entschieden. Etwas Kitsch ist ja auch mal ganz nett!

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Das Endergebnis ist nicht unbedingt perfekt geworden, aber ich mag die Tasche. Hier und da hätte ich es anders machen können, aber im Nachhinein sind wir ja immer alle schlauer. Bei der nächsten Tasche werde ich darauf achten, die jetzigen Fehler nicht zu machen. Denn es werden definitiv noch welche genäht. Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht und die Zeit ist dabei immens verflogen. Aber das wird sich auch bessern, wenn ich mehr Übung habe =) Hach, ich bin froh, dass ich endlich etwas Sinnvolles genäht habe.

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Der letzte Teil von Harry Potter passt hinein, wesentlich dickere/breitere Bücher werden die Tasche nicht beehren können, aber diese Art von Büchern werde ich auch nicht mit hinaus nehmen. Alle Bücher, die in irgendeiner Art kleiner sind, passen natürlich optimal hinein. Die Tasche erfüllt ihren Zweck und verspricht guten Schutz!

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8. August 2013 at 18:40 10 Kommentare

Kapitel Schule – beendet

Um einen neuen Lebensabschnitt beginnen zu können, müssen zuerst die vorigen Kapitel abgeschlossen werden. Nur noch ein halber Monat wird vergehen, bis meine Ausbildung anfängt. Dies bedeutet gleichzeitig, dass ich das heimische Nest verlassen werde und sich unweigerlich vieles verändern wird. Doch nun widme ich mich einem abgeschlossenen Kapitel: Meiner Schulzeit und dem Abitur.
Mittlerweile ist der Abschluss einen Monat lang her und ich habe aus einem guten Grund gewartet, diesen Beitrag zu schreiben. Ich wollte wissen, ob sich meine Meinung, über diese drei Jahre noch verändern wird. Aber nein, sie hat sich gefestigt und ich bleibe bei meiner Kernaussage: Es waren drei Jahre, die viel Kraft gekostet haben.
Erwartet keine spannende Geschichte. Ich muss nur für mich dieses Ende finden und meine Gedanken niederschreiben, damit sie mich nicht weiter verfolgen.

Es fing schon mit der Überwindung an. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass ich das Abitur ohnehin nicht schaffen würde und das es sich um eine Zeitverschwendung handeln würde, die ich mir nicht mehr erlauben durfte. Aber die andere Alternative war eine Ausbildung. Der Vertrag lag schon daheim und musste nur noch unterschrieben werden, aber mein Körper sendete mir jegliches Alarmsignal, zu dem er in der Lage war. Ich entschied mich dagegen und versuchte mich an einer Schule zu bewerben – erfolgreich.

Die ersten Wochen waren eine Qual. Immer wieder habe ich mich gefragt, wozu ich das hier eigentlich tue. Die Menschen, die in meiner Klasse waren, hielten sich recht fern von mir. Ich wusste wirklich nicht, was ich getan habe, denn insbesondere anfänglich habe ich versucht, mit jedem zu recht zu kommen. Ein Jahr später stellte sich heraus, dass sie mit der Schülerin nicht zurecht kamen, die sich an mich gebunden hatte. Ja, sie war anstrengend, irgendwie anders und ich war ihr keine Freundin, doch für die Anderen sah es so aus. Diese Person verließ jedoch schon bald die Klasse und somit stand ich alleine da. So schnell wollte ich nicht aufgeben und es gelang mir, mich in eine Gruppe ein zu gliedern. Dies lief auch eine Weile sehr gut, wir haben viel unternommen und ich wurde ein Teil der Klasse. Doch auch diese Periode war vergänglich. Mein Nebenjob, den ich im ersten Jahr ausführte, war mir zu hektisch geworden und ich habe mich für einen anderen Job entschieden, der aber dazu führte, dass ich Freitagabend sowie die Samstage immer arbeiten musste und somit weniger Zeit hatte. Ich konnte mich um diese Schulclique nicht mehr ernsthaft kümmern, denn die höhere Priorität besaßen meine Freunde, die nicht zur Schule gehörten.
Dieser Umstand führte dazu, dass ich nur noch sehr selten gefragt wurde, ob ich etwas Unternehmen möchte. Das konnte ich auch verstehen und somit habe ich mich damit arrangiert. Ich hätte mich andernfalls natürlich gegen die Arbeit entscheiden können, um mehr Zeit zu haben, aber dann hätte ich mehr Zeit gehabt, jedoch kein Geld. Das wäre wirklich kein gutes Geschäft geworden.

Dann endlich sollte eine glückliche Fügung folgen. Das ruhigste, unauffälligste Mädchen der Klasse fand ihren Weg zu mir und wir wurden ein traumhaftes Team. Wir haben uns wunderbar ergänzt, wir hatten unseren Spaß und überhaupt … zusammen waren wir unschlagbar. Es war uns möglich, die Projektwoche zu zweit durchzuführen und eine Bestleistung zu erzielen. Ja, darauf können wir noch immer stolz sein, auch wenn es sehr viel Arbeit gekostet hat. Wann immer es uns möglich war, haben wir einander geholfen und somit war es auch gar nicht mehr tragisch, dass die Klasse für mich immer unerreichbarer wurde. Allmählich war ich auch nicht mehr interessiert, denn sie durchlebten alle in der höchsten Form ihre Pubertät. Es machte sich wirklich bemerkbar, dass ich Älter war, als diese Kinder, die glaubten, sie seien etwas ganz Besonderes. Zu diesem Zeitpunkt störte es mich noch gar nicht so sehr, schließlich hatte ich meine Sani. Vermutlich hört sich das hier alles so an, als wäre ich ein introvertierter Mensch, der keine Freunde hat. Die Problematik war einfach dieser Altersunterschied. Ich war mit dem Kopf sehr viel weiter und sagte wohl Dinge, die sie sich zu Hause schon von ihren Eltern anhören mussten. Das stört natürlich. Und viele dieser kindlichen Fantasien konnte ich auch wirklich nicht begreifen.  Außerdem war es mir zu wider, mir an den Wochenenden immer wieder eine neue Bettbekanntschaft zu suchen. Wobei ich ernsthaft bezweifle, dass die erzählten Geschichten wirklich der Realität entsprachen. Es waren eher groteske Märchen.

Durch mein Engagement in der Schülervertretung, durfte ich mit nach Dänemark, als wir unsere Partnerschule besuchen konnten. Dadurch ergab sich, dass ich viele Kontakte mit der Klasse knüpfen konnte, die über mir war. Es war schon hart, zu wissen, dass es eine Klasse gab, in die ich wunderbar gepasst hätte. Meine Pausen verbrachte ich ausschließlich mit dieser Klasse und es war eine emotionale Katastrophe, als diese Menschen die Schule verlassen haben. Insbesondere da Sani zeitgleich aus der Klasse entrissen wurde, da ihr „empfohlen“ wurde, zu wiederholen. Ja, das war der Sechser im Lotto. Meine Kumpanen waren fort, Sani nicht mehr an meiner Seite. Großartig. Doch auch in den dunkelsten Situationen, da gibt es immer ein kleines Lichtlein.

Das letzte Jahr war ein purer Überlebenskampf. Und ich hatte eine Mitstreiterin, die ich anfänglich furchtbar anstrengend, launisch und schrecklich fand. Aber ich habe nicht bemerkt, dass sie einfach ihre Meinung mitteilt – ja, sogar eine Meinung, die ich nachvollziehen konnte. Dieses Mädchen war nur furchtbar unbeliebt. Ich war es bisher nicht gewesen, ich war nur eben nie wirklich „anwesend“ und bewegte mich neben der Klasse her. Natürlich gab es auch Tage, an denen alles fabelhaft lief. Insbesondere die Lernwochen, vor dem Abitur, waren sehr schön. Aber in der Not, da helfen sich eben alle und für das Lernen war ich sicher keine falsche Wahl. Mir hat es aber auch sehr geholfen, von daher wird das wohl ein Geben und Nehmen gewesen sein.

Nun gut, kommen wir zum letztem Jahr. Oft haben Lena und ich uns den Arsch gerettet. Ich bin ihr noch immer für die Zusammenarbeit für die Deutschaufgabe dankbar. Ohne sie, hätte ich bestimmt keine 14 Punkte dafür bekommen. Lernmaterial haben wir uns immer geteilt und wenn Fragen auftauchten, diskutierten wir so lange darüber, bis wir eine plausible Lösung hatten. So war es zwischen uns. Und zwischen uns und den Anderen entstand ein Kriegsgebiet. Aus diversen Gründen, gehörte Lena ja zur Abschussliste und dies färbte sich dann wieder auf mich ab. Erinnerte mich sehr an meine ersten Wochen, aber mittlerweile war es mir egal. So oft habe ich versucht, mich anzupassen, es ihnen recht zu machen und meinen Mund zu halten. Aber wozu? Es brachte ohnehin nichts, weswegen also alles still in sich hinein fressen?
Es ergab sich ein Wunder, dass ich immerhin noch zwei weitere Kumpanen gewann. Die auch oft dafür sorgten, dass ich meine Meinung einfach für mich behielt, damit es nicht so sehr ausartet. Das war auch gut so. Insbesondere in der Planungsphase für den Abiball wurde gerne der Frust an mir und Lena ausgelassen. Was auch immer wir sagten, es war falsch. Selbst wenn es positiv war, es wurde als Kritik angesehen. Amüsant ist es, wenn Schüler einen gar anschreien, während der Lehrer da sitzt und eben dieser Lehrer dir recht gibt. Dazu erwähnt … es war nicht nur dieser eine Lehrer. Die ganze Lehrerschaft konnte mich verstehen und bat mich darum, es einfach zu ertragen, denn es würde niemanden helfen, noch weiter zu diskutieren. Es stimmte ja. Was brachte es mir, auf mein Recht zu beharren, wenn zwanzig Kinder sich dagegen sträubten?
Trotzdem musste ich ab und an etwas dazu sagen. Sonst würden wir heute noch diskutieren.  Bei uns herrschte eine suspekte Form der Demokratie. Jeder sollte mit den Entscheidungen glücklich werden. Wurde eine Entscheidung getroffen, meckerte doch wieder jemand rum und alles wurde über Bord geschmissen. Bis eine gewisse Gruppe ihren Willen durchgesetzt hatte. Aber scheinbar konnten die Anderen das nicht merken. Vielleicht wollten sie es nicht sehen, ich weiß es wirklich nicht.

Ich bin froh, dass ich mit diesem scheinheiligen Menschenhaufen nichts mehr zu tun habe. Im Nachhinein kamen immer wieder welche zu mir und gaben mir recht. Auch in den ersten Wochen, nach der Schulzeit, gaben einige zu, dass ich ja doch recht gehabt hätte, aber sie wollten nichts sagen, denn es hätte nichts gebracht. Doch, es hätte etwas gebracht. Denn dann wäre die Schulzeit für mich nicht so unerträglich gewesen. Dann hätte ich mich nicht immerzu fragen müssen, warum denn alles falsch ist, was ich mache.
Sie lächeln dich immer wieder an und hinterrücks fangen sie an zu lästern. Wann immer ich etwas mehr mit ihnen zu tun hatte,sprachen sie mit böser Zunge über andere. Insbesondere über ihre geliebten Cliquenmitglieder. Nein, solche Menschen brauche ich nicht im Freundeskreis, dennoch wäre es angenehmer gewesen, wenn es nicht so sehr ausgeartet wäre.
Am Meisten ärgere ich mich aber darüber, dass ich wirklich viel geholfen habe. Insbesondere vor dem Abitur. Ich habe extra Lernzettel erstellt, habe viele Telefonate geführt, Fragen über Fragen beantwortet und hat es mir irgendjemand gedankt? Nein. Na gut, mir hat es natürlich selbst viel gebracht, denn durch das ständige Wiederholen saß der Stoff ziemlich gut. Aber sonst hat sich niemand diese Mühe gemacht. Aber auch daraus kann gelernt werden. Ich glaube nur nicht, dass ich es tun werde, denn so bin ich eben. Die temperamentvolle Dame, die sich eine eigene Meinung bildet und sich auch traut, diese zu äußern. Ein Mensch, der nicht im Mittelpunkt des Geschehens stehen muss, aber dennoch von allen akzeptiert werden möchte. Wenn ich mir letzteres abgewöhnen würde, wäre ich wohl ein modernes Monster …

27. Juli 2013 at 09:14 Hinterlasse einen Kommentar

Abschluss Vorbereitung #05

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Abschlussfeiern sind sicherlich ziemlich nett. Aber Animal Crossing spielen ist da doch deutlich netter. Insbesondere nachdem es gestern, einen Tag vor dem Release bei mir auftauchte und ich es nicht spielen konnte, da ich ja arbeiten war. (Na gut, ohne Arbeit, kein Animal Crossing Spiel …)
Das Wetter ist sowieso nicht so pralle, da bleibe ich doch lieber daheim und spiele!

 

14. Juni 2013 at 07:53 Hinterlasse einen Kommentar

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