Blogparade: Das Jahresende

22. Dezember 2013 at 16:15 2 Kommentare

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Manchmal spielt das Schicksal einem sehr in die Hände. In diesem Fall war es so, denn ich habe schon etwas länger darüber sinniert, wie ich mein Buch-Jahresende beschreiben soll und nun habe ich die Lösung: Ich nehme an der Buchparade von BuchSaiten teil. Daran hätte ich auch ruhig früher denken können! Aber besser spät als nie.

Fangen wir doch einmal so an: Es sind in diesem Jahr 34 Bücher geworden. Wenn ich nur die Anzahl betrachte, muss ich selbst bemerken, dass es sich nicht um viele Werke handelt, aber wenn ich dann dazu spielen lasse, was in diesem Jahr alles passiert ist, ist es durchaus zu verschmerzen. Die Abiturprüfungen (und der dazugehörige Lernmarathon), der Ausbildungsbeginn in einer anderen Stadt, die Wochen bei Camellia und die Organisation sowie der Umzug in die erste eigene Wohnung. Der Aufschwung im soziokulturellen Leben und der Rückzug an die Konsole, ja, dies alles hat immens viel Zeit gekostet und ich habe die Zeit gerne dafür „geopfert“. :)
Außerdem… in Wahrheit steckt meine Nase immer in einem Buch. Ich variiere zwischen dem Anatomiebuch und dem Pflegebuch! Ach ja und selbstverständlich lese ich auch allerlei Karteikarten

Nun werde ich mich aber mal den Fragen widmen, die Katrin von Saiten sich ausgedacht hat.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

Verräter wie wir“ von John le Carré. Vorsicht, hier sprach die Ironie.
Nein, dieses Buch war es ganz bestimmt nicht. Aber ich habe solch ein Buch auch nicht. Da kommt „Saeculum“ von Ursula Poznanski am Meisten in Frage, da ich im Vorfeld gewarnt wurde, dass es sich um ein unsinniges Ende handelt, welches der Geschichte einfach die Beine gebrochen hat. Dadurch, dass ich gewarnt war, kam es mir nicht so vor und somit war ich dann positiv überrascht, da mir das Werk sehr gefallen hat und mich auch dazu bewegte, weitere Bücher von Ursula Poznanski zu lesen.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

Wisst ihr… stellt euch vor, ihr habt ein Meisterwerk gelesen. Ein Buch, welches in euch allerlei Emotionen erweckt habt. Eine Geschichte, die ihr mit jedem Menschen auf der Welt teilen wollt. Wenn ihr solch ein Werk gelesen habt, dann verfallt ihr vielleicht in den Glauben, dass die anderen Bücher, welche von der selbigen Person geschrieben worden sind, ebenso tolle Wunderwerke sind. Aber ich wurde bitter, bitter enttäuscht.
„Solange die Nachtigall singt“ von Antonia Michaelis. Was soll ich dazu sagen? Mir gefielen die Kapitelüberschriften, nicht mehr und nicht weniger.
Die Handlung war übertrieben, die Charaktere waren grausig und überhaupt. Dass das Setting nicht auf mich gewirkt hat, lag vielleicht tatsächlich an der Tatsache, dass ich das Buch im Hochsommer, inklusive Kratzeis, gelesen habe. Dennoch ändert dieser Faktor nichts daran, dass ich die Hände über den Kopf zusammen falten wollte, vor Verzweiflung. Ich kam und kam auch vorwärts, da mir einfach rein gar nichts gefallen hatte. Ja, ich war bitter, bitter enttäuscht.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Da fällt es mir schwer, mich zu entscheiden, drum werde ich zwei Autoren benennen müssen. Zum Einen handelt es sich um Josephine Angelini und zum Anderen ist es Ben Aaronovitch.
Fangen wir mit Josephine an, da ich ihre Bücher zum Anfang des Jahres gelesen habe. Es ist schwierig, mich mit Jugendbüchern zu begeistern, da ich einfach viel zu kritisch bin. Natürlich wollen Jugendbücher nicht mehr sein, als Jugendbücher, aber des Öfteren bin ich mir ziemlich sicher, dass mich das Handeln der Charaktere auch als Jugendliche immens gestört hätte. Insbesondere im Jugendalter ha ha. Nun ja, aber die „Göttlich-Reihe“ hat mir gezeigt, dass es durchaus noch möglich ist, mich zu begeistern.
Insbesondere ihren Schreibstil fand ich sehr entzückend. Die Charaktere waren liebevoll gestaltet und der Verlauf der Geschichte war interessant sowie spannend.
Die andere Neuentdeckung ist, wie erwähnt, Ben Aaronovitch. Wer hätte gedacht, dass es einen humorvollen Autor gibt, der Insiderwissen benutzt, welches mir sogar bekannt ist? Alleine damit hatte dieser Herr schon gewonnen. Er nutzt dieses Stilmittel in einem angenehmen Maß und wer Harry Potter gelesen hat, der wird alleine schon im ersten Band sehr viel Spaß haben. Ich freue mich schon sehr darauf, die weiteren Teile im nächsten Jahr zu lesen.
Auch hier sind die Charaktere sehr interessant gestaltet, so dass man sie einfach ins Herz schließen muss und hofft, dass alles ein gutes Ende haben wird. Außerdem hat der erste Band es auch geschafft, einen Fall zu konstruieren, dessen Lösung einfach bis zum Ende unbekannt geblieben ist und dennoch nachvollziehbar war. Wenn man sich etwas auf das Magische einlassen kann.

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Mein Lieblingscover verziert den ersten Teil der „Reckless-Reihe“ von Cornelia Funke. Für mich ist Cornelia Funke ein Teil meiner Kindheit und deswegen bin ich wirklich froh, dass ich mit der „Reckless-Reihe“ etwas Anfangen kann und es mir Spaß bringt, die Bücher zu lesen.
Doch hier geht es um das Cover, ich weiß. Die Aufmachung ist super interessant, da ich solche Effekte bisher auf keinem Cover gesehen habe. Dazu kommt, dass das Bild sogar direkt etwas mit dem Buch und der Handlung zu tun hat – eine Seltenheit, denn oftmals sind doch einfach nur irgendwelche fragwürdigen Motive zu finden.

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2014 lesen und warum?

Was für eine tolle Frage. Ich möchte nächstes Jahr ziemlich viel lesen, da sich ziemlich (sehr, sehr, sehr) viel auf meiner Wunschliste angesammelt hat. Zur Erinnerung: Ich habe mir weniger Bücher gekauft, als man Finger an einer Hand hat. Das Jahr werde ich mich definitiv mit „Game of Thrones“ weiter auseinandersetzen. Erst einmal werden aber die Ben Aaronovitch Bücher gelesen und am Liebsten würde ich zeitgleich dann auch noch Dan Brown lesen. Vergisst es, diese Frage werde ich nicht ordnungsgemäß beantworten können! Es gibt so viele Bücher, die von mir gelesen werden wollen, dass ich wirklich im Jahre 2014 kein soziales Leben brauche! ;)
Nun werde ich ganz hibbelig. Oh weh, hoffentlich werde ich nicht wieder so viel in den Schulbüchern lesen müssen, damit ich endlich all die Geschichten lesen kann, die mich interessieren!

Meine Abschlussworte muss ich dennoch hinzufügen: Das aller grausigste Buch in diesem Jahr war „Verräter wie wir“ von John le Carré. Es war ein Kampf und ein Würgen, dieses Buch zu beenden und nicht einfach weg zu lesen. Wieso habe ich das eigentlich nicht getan? Ich werde euch auch gar nicht verraten, was so grausam daran war. Ihr könnt es ja selber lesen! ;)

Damit beendete ich meinen Buchjahresbericht und ich bin gespannt auf das neue Jahr! Und vielen Dank, Katrin, für die Fragen und deine Mühe!

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2 Kommentare Add your own

  • 1. Bücherphilosophin  |  31. Dezember 2013 um 02:35

    Ich habe auf dieser Blogparade schon so viele Leserinnen getroffen, die „Game of Thrones“ anfangen oder weiter lesen wollen. Ich habe es in meinem Beitrag zwar nicht erwähnt, aber auch ich gehöre dazu. Ich würde die Reihe nächstes Jahr gerne anfangen und bin schon sehr gespannt darauf, wie sie mir gefallen wird.

    LG, Katarina :)

    Antwort
  • 2. amethysty  |  1. Januar 2014 um 12:13

    Dann wünsche ich dir dabei viel Freude =)
    Mir gefallen die Bücher wirklich sehr gut. Die Charaktere sind interessant und die Geschichte ist fesselnd.
    Ich werde Ausschau auf deinem Blog halten, würde mich interessieren,wie es dir dann tatsächlich gefällt :)

    Liebe Grüße!

    Antwort

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