Rosoff, Meg: Damals, das Meer

8. Januar 2013 at 16:54 Hinterlasse einen Kommentar

PENTAX Image„Ich überlegte, ob Finns Persönlichkeit bei jedem die gleiche Wirkung erzielte
oder ob nur ich so gestrickt war, dass ich einem egozentrischen
einsiedlerischen Krebsmörder folgte.“ 

Empfohlen hat mir Camellia dieses Buch und ich habe mich erdreistet, ihr das Bild aus dem Blog zu stehlen ;) Dankeschön.
Da ich gestern in die Badewanne wollte und mir „Die Säulen der Erde“ als Lektüre irgendwie unpraktisch erschien, habe ich mich für dieses Buch entschieden. Ich war schon ziemlich neugierig! Im Endeffekt habe ich das Buch dann in ungefähr drei Stunden durchgelesen. Aus der Hand legen wollte ich es nicht, die Badewanne habe ich aber doch vorher noch verlassen. Ich wollte wirklich unbedingt wissen, wie die Geschichte weiter geht und das nicht erst am nächsten Tag.

Erzählt wird die Geschichte von einem alten Greis, der über einen Teil seiner Jugend berichtet. Dementsprechend ist das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben und dazu noch im Präteritum. Ich empfand diesen Schreibstil als sehr angenehm. Die gehörige Portion von Sarkasmus hat mich sowieso schnell in den Bann gezogen. Der Ich-Erzähler ist mir einfach super sympathisch gewesen.
Er ist ein Schüler gewesen, der das dritte Jungeninternat besuchte, da er die Beiden zuvor verlassen musste. Lernfaul wie er ist, mag auch dieses Internat nicht unbedingt seinen Wünschen gerecht werden. Hingegen beginnt er von einem anderen Leben zu träumen, welches ein Junge namens Finn führt. Finn lebt alleine in einer Hütte, lebt von den Fischfängen und überhaupt … ist er ziemlich eigenbrötlerisch. Ein Gespräch zu führen fällt ihm schwer und dennoch entwickelt sich eine gewisse Freundschaft zwischen den Beiden.
Finn führt das Leben, welches sich der Ich-Erzähler wünscht und wird schnell zum Idealbild des Jungen.

Aus der anfänglichen Freundschaft wird etwas, womit sich der Ich-Erzähler schwer tut, es zu definieren. Doch die Zuneigung zu Finn ist präsent. Ob es sich wirklich um Liebesgefühle handelt oder es dieser fanatische Wunsch ist, so zu sein wie Finn, mag ich gar nicht so beantworten.

So wie es üblich ist, tauchen im Internat die heikelsten Gerüchte auf. Schüler stellen sich gegen ihn, die Lehrer fordern ihn zu Gesprächen auf und dennoch folgt er seinem Weg und besucht Finn.
Der Wendepunkt im Buch lässt lange auf sich warten, aber dafür hat er es dann doch so ziemlich in sich. Denn alles ist anders, als es scheint und hat mich durchaus verwirrt.

Ich habe mir eigentlich ein schönes Ende gewünscht, ein richtiges Happy End! Aber mein Wunsch ist nicht in Erfüllung gegangen. Dennoch hat mir das Buch sehr zugesagt. Es ließ sich wunderbar lesen und hat mir Freude bereitet. Na gut, bis auf das Ende, aber das lag einfach daran, dass ich es mir anders ausgemalt habe. 

Advertisements

Entry filed under: Rezension, Wörtersammlerin. Tags: , , , .

Montags-Frage: Was sind deine Leseziele im neuen Jahr? Weekend Report #02

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Trackback this post  |  Subscribe to the comments via RSS Feed


Aktuelle Beiträge

Kategorien

Goodreads

2014 Reading Challenge

2014 Reading Challenge
Amethy has read 5 books toward her goal of 30 books.
hide

Besucher

  • 14,379 hits

%d Bloggern gefällt das: