Tolkien, J.R.R.: Der Hobbit

28. Oktober 2012 at 08:32 Hinterlasse einen Kommentar

Zusammenfassung:

Stellt euch vor, ihr lebt im friedlichen Hobbingen, dort wo über Abenteuer gelacht und gehöhnt wird. Und eben dort führt ihr ein liebliches Leben in eurer Hobbithöhle. Ihr führt ein Leben, wie es in Hobbingen die Norm ist, denn von Abenteuern wollt ihr rein gar nichts wissen.

Was aber geschieht, wenn der Zauberer Gandalf euch für eine Abenteuerreise auswählt? Wenn ihr der Meisterdieb und der Glücksbringende sein sollt? Ihr seid weder dazu fähig, etwas zu stehlen und als Glück könnt ihr dieses gesamte Abenteuer nicht sehen! Nein, ihr wollt in eurer Hobbithöhle bleiben, komme was wolle … doch wollt ihr dies auch, wenn dreizehn Zwerge euch belagern und nach Speis sowie Trank verlangen?

Es liegt natürlich auf der Hand, dass der Hobbit, mit dem Namen Bilbo Beutlin, ein Teil dieses Abenteuers wird. Und er erlebt allerlei Abenteuer, welche selbst die Zwerge in Angst und Schrecken versetzen.

Weswegen überhaupt diese Abenteuerreise? Die Zwerge verlangen ihre Schätze zurück, ihr Königreich, welches einst von einem Drachen gestohlen wurde.

Eigene Bewertung:

Es muss wohl davor erwähnt werden, dass ich den Werken von Tolkien nie freundlich gesinnt war. Als junges Kindlein habe ich versucht, den ersten Teil der Trilogie zu lesen, doch nach wenigen Seiten habe ich aufgegeben und mich seither nie wieder damit auseinander gesetzt. Nicht einmal die Filme habe ich gesehen – war ich doch eingefleischter Harry Potter Fan, wieso sollte ich mich mit Herr der Ringe auseinander setzen?
Mit dem Alter kommt die Weisheit. Oder ein Besuch auf dem Flohmarkt, dort wo es die drei Filme als super Schnäppchen gab. Dieses Jahr habe ich also endlich einmal den ersten Film gesehen und ich bin froh, dass ich es endlich getan habe: Denn Herr der Ringe ist genau nach meinem Geschmack. Welch eine frühe Einsicht … nun ja, kommen wir zum eigentlichen Thema: Der Hobbit.

Ich habe mich entschieden, dieses Buch zu lesen, da ja schon recht bald der erste Hobbit-Teil in den Kinos zu sehen ist. Kritiken habe ich mir vorher nicht angetan, bis auf ein paar Kommentare von Freunden, welche für mich nicht verständlich sind – aber verschiedene Meinungen machen das Leben ja interessanter ;)

Diese Version des Buches ist mit einfachen Worten bestückt, die es schaffen, einen Leser direkt mit in diese Welt zu ziehen. Mir persönlich fällt es immer schwer, mir irgendwelche Orte vorzustellen, doch hier war es wunderbar möglich.

Mir gefiel insbesondere der Auftakt, so wie Bilbo sich gegen die Zwerge noch anfänglich sträubte und doch keinerlei Chance hatte – das Abenteuer musste einfach beginnen. Gut umgesetzt ist auch das Misstrauen der Zwerge. Es ist ja nicht so, als wären sie anfänglich wunderbar befreundet mit dem Hobbit gewesen, nein, er musste sich die Freundschaft und den Respekt erst einmal verdienen.

Dadurch, dass das Ziel von Anfang an klar war, gab es einen sehr gelungenen roten Faden, der mir in vielen Romanen einfach fehlt. Hier weiß nun jeder, wohin das Ziel führen soll und der Weg ist einfach das Interessante. Ich möchte gar nicht verraten, was der großen Gruppe alles widerfährt, schließlich würde euch dann die Spannung genommen werden.

Doch die Passage mit dem Drachen Smaug muss ich einfach erwähnen. Bilbo führt, trotz seiner Angst, ein Gespräch mit dem Drachen, welches mir sehr gefallen hat. Anstatt seinen Namen zu nennen, benennt er Titel, die auf seinen Abenteuern basieren. Rätsellöser, Netzzerhauer, Bärenfreund und Adlergast, sowie weitere Titel werden genannt. Und ich, die ja dazu neigt, oft etwas Unwichtiges in Büchern zu vergessen, konnte sich noch wunderbar an alle Abenteuer erinnern.

Was noch zu erwähnen wäre, sind die vielen Lieder.

Ich weiß nun gar nicht, wie viele Lieder in diesem Buch eigentlich gesungen werden. Ja, ihr werdet erstaunt sein, wenn ihr das Buch lesen würdet. Die Verfilmung könnte, wenn alle Lieder mit eingebaut werden, sogar ein Musical sein. Ob sie einem gefallen oder nicht, das ist wirklich Geschmackssache. Ich selbst favorisiere es, denn die Lieder passen und überhaupt gibt es dem ganzen noch eine wunderbare Abrundung.

Ich kann dieses Buch mit dem besten Gewissen empfehlen. Aber nur an jene, die sich auch auf Fantasie einlassen können und keine schmalzige Liebesgeschichte suchen, denn solche Elemente werdet ihr nicht finden. Um selbst ein paar sentimentale Worte von mir zu geben: Irgendwie hat dieses Buch mein Herz doch schon berührt. Es hat mir sehr viel Freude bereitet.

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Schneewittchen & Idoko #02 „Let them eat cake“

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