Zusak, Markus: Die Bücherdiebin

12. August 2012 at 17:10 Hinterlasse einen Kommentar

Zusammenfassung

Es ist uns allen bekannt, welch Gräueltat der zweite Weltkrieg war und zu welchem unbeschreiblichen Leid die Ereignisse geführt haben. Damit brauche ich mich hier nun nicht weiter zu beschäftigen. Auch das Buch selbst schildert nicht im Detailbericht das Elend. Es spielt hauptsächlich in einer Straße, der Himmelstraße. Verschiedene Charaktere leiten die Geschichte und zeigen uns Erlebnisse, die durchaus so passiert sein könnten.

Ein junges Mädchen, Liesel, spielt die tragende Rolle. Erzählt wird die Geschichte allerdings vom Tod, welcher die Gabe besitzt, das Elend in passenden Farben zu beschreiben. Überhaupt wird alles, was beschrieben wird, so gut ausgearbeitet, dass es sich wunderbar vorgestellt werden kann.
Ebenso geht es um eine Familie, die einen Juden aufnimmt und sich somit in die Gefahr begibt, alles kostbare zu verlieren. In dieser Straße leben weitere Familien, die alle ihr eigenes tragisches Schicksal zu bewältigen haben. Manch eine Person, die vielleicht im ersten Augenblick unsympathisch wirkt, schafft es dennoch, das Herz zu berühren. Es ist einfach unglaublich, wie nahe Markus Zusak einen Liesel, Rudi und auch Max bringt. Natürlich auch die anderen Menschen, jedoch sind es die Drei, die mir als besonders nennenswert erscheinen.

Eigene Meinung

Dieses Buch bewies mir, wie mächtig Worte doch sein können. Jegliches Wort ist so passend in diesem Werk. Der Schreibstil fasziniert und hat mich sogleich in den Bann gezogen. Es sind die ersten Zeilen, die oft ausschlaggebend dafür sind, ob wir Leser das Werk weiter lesen möchten oder nicht – bei der Bücherdiebin haben die ersten Wörter schon gereicht.
Die Charaktere sind mir sehr schnell an das Herz gewachsen, obwohl mir bei einigen bewusst war, dass ihnen noch etwas Schreckliches zustoßen würde. Manche Ereignisse werden zuvor schon erwähnt, bevor sie geschehen und andere hingegen, die erscheinen so plötzlich und unerwartet. Es ist eine Mischung, die ich bisher auf diese Weise noch nie erlebt habe. Oftmals bildete sich in meinem Hals ein Kloß – aber dieser löste sich erst in Tränen auf, als ich das letzte Kapitel erreicht habe. Und ja, ich muss gestehen, ich habe viele Tränen vergossen… aber ich habe tapfer weiter gelesen. Einmal habe ich das Buch weglegen müssen, da es einfach zu viel für mich war. Nun ja, es lag auch auf der Hand, wenn einem der jüdische Charakter so sehr zusagt. Die Zeichnungen in diesem Buch und die Geschichten, die Max erschaffen hat, waren aber auch sehr berührend.

Mit dem besten Gewissen kann ich dieses Buch empfehlen. Wer es noch nicht gelesen hat, der sollte es wirklich tun. Aber vielleicht nicht gerade in der Bahn, das könnte durchaus unangenehm werden ;)

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