Picoult, Jodi: Zeit der Gespenster

9. Juli 2012 at 16:47 4 Kommentare

Inhaltsangabe

Ross Wakeman wünscht sich nichts sehnlicher, als zu sterben: Nachdem er mit ansehen musste, wie seine große Liebe bei einem Unfall ums Leben kam, versucht er, ihr in den Tod zu folgen – vergeblich. Dann riskiert er einen anderen Weg, um mit Aimee Kontakt aufzunehmen. Er widmet sich der Geistersuche, immer in der Hoffnung, seine Frau wiederzufinden. Doch dabei stört er nicht nur die Ruhe der Verstorbenen, sondern auch die Geister seiner eigenen Vergangenheit.

Kommentar

Ich liebe die Romane von Jodi Picoult, aber meiner Meinung nach, benötigt es immer eine gewisse Sicherheit der eigenen Stimmung, bevor sich auf ihre Bücher eingelassen werden kann. Ich meine, wer schon in einer depressiven Phase verweilt, der muss nicht auch noch ihre Romane lesen, die immer sehr bedrückend und schmerzhaft sind. Es sind faszinierende Werke, aber die Geschichten und Erlebnisse sind so … realistisch. Wie passt das denn nun mit „Zeit der Gespenster“ zusammen? Habe ich mich auch gefragt. Aber vorher: Das Foto von dem Buch ist wirklich total super qualitativ, nicht wahr? Ich war so kreativ. Freuen wir uns lieber darüber, dass nichts angefangen hat zu brennen.

Das Buch

Es liegt wohl im eigenen Ermessen, ob an Geister geglaubt werden kann oder nicht. Doch eines steht fest: Es gibt viele Berichte über diese Phänomene. Ross Wakeman, der seine Frau bei einen Unfall verloren hat, da er dem anderen Opfer des Unfalles das Leben rettete, stürzt sich in die Suche nach Geistern. Doch seine Ergebnisse sind ernüchternd. Mehrere Male versuchte er sich das Leben zu nehmen, doch auch hierbei war er nicht erfolgreich. Als würde eine unsichtbare Macht über ihn wachen, damit er seine Pflichten erfüllen konnte. Doch welche sollten dies sein? Ross besitzt rein gar nichts und fängt erst wieder an zu leben, als er den Kontakt zu seiner Schwester und ihren Sohn aufsucht, Ethan. Während Ross darüber sinniert, wie er sterben könnte, versucht Ethan am Leben zu bleiben, denn der Junge hat eine Krankheit, die ihn zum Sterben verurteilt hat.

Auf dem Land soll ein neumodisches Gebäude aufgestellt werden. Der Besitzer des Landes, ein alter Greis, verkauft der Baufirma dieses Land – jedoch kann noch niemand ahnen, was dies für Auswirkungen hat. Es schneit Blütenblätter, die Temperaturen schwanken unerklärlich. Im Sommer gefriert der Boden, die Uhren der Stadt ticken nicht mehr.
Ob es auf diesem Gelände spukt? Doch nicht nur der Geist macht es dem Bauprojekt schwer, sondern auch die Abenaki, ein Indianer-Stamm.

Währendessen gibt es ein Mädchen, Lucy, welches immer wieder von Gespenstern berichtet. Doch ihre Mutter kann es einfach nicht verstehen und tut dieses Verhalten als Krankheit ab.

Eigene Meinung

In diesem Roman werden verschiedene Menschen vorstellt. Am Anfang wirkt es doch verwirrend, denn die Informationen der Charaktere müssen erst einmal verarbeitet werden, doch nach und nach ist es möglich und die Charaktere wirken sehr real. Anfänglich führt jeder sein Leben, ohne mit einer anderen Person etwas zu tun zu haben, doch es wird deutlich, dass sie alle miteinander etwas zu tun haben.
Durch verschiedene Ereignisse, die sich durchaus erklären lassen, finden die verschiedenen Personen zueinander. Ausgelöst wurde diese Kette der Ereignisse natürlich durch das Bauprojekt – auf welchem es eben spuken soll.

Ich persönlich bin mir nicht im Klaren, ob ich an Geister glauben soll oder nicht. Vermutlich tue ich es und verdrängte es zeitweise, denn andernfalls würde mir so ein gewisses Horrorspiel nicht zusetzen.
Das Buch nimmt aber keinen Schaden durch meine Unentschlossenheit, denn die Geschichte ist fantastisch und die Charaktere einfach bemerkenswert. Klar, es gibt immer die Personen, die nicht dafür gemacht worden sind, sie zu lieben, aber all die Anderen drum herum, die sind mir in der kurzen Zeit ans Herz gewachsen.

Insbesondere fand ich die Zusammenhänge der diversen Charaktere interessant. Ebenso das Ende, welches durchaus überraschend war. Ich habe mit dem Schlimmsten gerechnet, doch dieses Mal hat sich Misses Picoult zusammen gerissen und keine tragische Apocalypse verfasst. Darüber könnte natürlich ziemlich viel verfasst werden, aber vielleicht möchte jemand ja noch das Buch lesen und nicht schon vorher alles von mir erfahren ;)

Mir hat der Roman gefallen, aber ein Must-Have ist er auch nicht. Eine schöne Lektüre für zwischendurch! Und der Leser muss in der Lage sein, sich verzaubern zu lassen, denn andernfalls ist es nicht möglich, das Werk zu genießen. Wissenschaft ist nun einmal nicht alles!

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4 Kommentare Add your own

  • 1. Camellia  |  10. Juli 2012 um 09:15

    Wir sollten eine Sammelklage gegen die Macher des gewissen Horrorspieles einreichen! Weil sie in unseren Gehirnen etwas kaputt gemacht haben.

    Obwohl das Buch von Jodi ist, hätte ich es wahrscheinlich nicht angerührt, eben weil das Geisterthema so unpassend für sie wirkt. Aber nach deinem Bericht denke ich schon, dass ich es lesen werde.

    Antwort
    • 2. minigoddess  |  10. Juli 2012 um 09:45

      Wahrscheinlich würde uns eine Schock-Therapie gesponsert werden. In der Hoffnung, unser Trauma damit wieder zu entwirren. Schreckliche Vorstellung!

      Wenn du möchtest, kann ich es dir mitbringen :)

      Antwort
      • 3. Camellia  |  10. Juli 2012 um 09:48

        An sich gerne, aber in nächster Zeit würde ich wahrscheinlich noch nicht dazu kommen es zu lesen. Kommt jetzt drauf an, wenn du es verkaufen willst, dann würde ich es doch einschieben, wenn du es aber eh behälst, würde ich auf das Angebot gerne später zurück kommen.

      • 4. minigoddess  |  10. Juli 2012 um 10:14

        Ich werde es behalten, also kannst du es dir auch später ausleihen ;)

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