Niffenegger, Audrey: Die Frau des Zeitreisenden

27. Juni 2012 at 09:31 6 Kommentare

Inhaltsangabe

Es handelt sich um eine Liebesgeschichte, welche wohl nicht verworrener sein kann. Er, Henry, ist ein Zeitreisender. Eine Krankheit, die auf einem Gendefekt basiert und welche er nicht kontrollieren kann. Während seiner Zeitreisen lernt er ein kleines Mädchen kennen, Clare, welche in seinem Leben die wichtigste Rolle spielt.

Kommentar

Die Ferien haben begonnen und wenn es mir gelingt, möchte ich doch einige Bücher lesen. Wobei ich einen Teil dieses Romanes schon in der Schule gelesen habe: Da war ja nichts zu tun. Hmm…ich hatte mir vor einem Jahr (?) spontan die DVD gekauft und mir hatte der Film sehr gefallen. Irgendwann, es war wieder ein Zufall, habe ich das Buch auf ebay gefunden und für 2 € erworben. Seither verweilte es in stille im Bücherregal und nun habe ich es endlich gelesen. Da ich den Film noch einmal gesehen habe, nachdem ich das Buch beendet habe, werde ich zu beiden Verfassungen etwas erzählen.
Im übrigen fühle ich mich meiner Deutschlehrerin nun überlegen. Sie hatte gesehen, dass ich dieses Buch lese und meinte, sie selbst würde es nicht verstehen. Ich kann es ihr ja gerne erklären… ;)

Das Buch

Henry ist ein Zeitreisender und insbesondere in stressigen Situationen löst er sich auf und erscheint in einer anderen Zeit, ohne Kleidung und ohne das Wissen, wo er sich befindet. So liegt es an ihm, so schnell wie eben möglich an Kleidung zu kommen. Manche Reisen führen ihn auf eine Lichtung, auf welcher er Clare kennen lernt, ein junges Kind aus gutem Hause. Für Clare stand es wohl schon immer fest: Irgendwann würde sie Henry heiraten. Dieser verriet ihr aber nie, was in der Zukunft passieren sollte – schließlich sollte sie ihr Leben so leben, wie es sich gehörte.

Henry ist 28, wenn Clare (20) und er sich in der Gegenwart treffen. Seither sind sie ein Paar, das Schicksal führte sie doch zusammen. Doch die Zeitreisen endeten nicht. Die Familienbesuche, die Hochzeit und andere Erlebnisse werden zu schwierigen Herausforderungen.
Die größte Lebenskrise ist es, als Clare beginnt, den Wunsch zu hegen, ein eigenes Baby zu gebären. Denn was ist, wenn das eigne Kind ebenfalls das Zeitreise-Gen besitzt? Zwar ist ein Forscher schon dabei, verschiedene Mittel zu erfinden, dennoch könnte es allzu schädlich sein.

Eigene Meinung

Das Konzept ist anfänglich wohl wirklich etwas verwirrend, aber nach und nach wird einem jeglicher Sinn klar. Es fühlt sich so an, als wäre man Clare selbst, die ja ebenfalls in Unwissenheit verweilt. Geschrieben ist das Buch in einer gelungenen Ich-Form, die zwischen Henry und Clare wechselt. So wie es ausgeführt wurde, kann sogar ich nicht über den Stil schimpfen.

Schimpfen kann ich aber über den Film. Bevor ich das Buch gelesen habe, hatte mir der Film gefallen, mittlerweile frage ich mich, was denn da los mit mir war. Es fehlen wirklich wichtige Details und Storyverläufe. Im Film treffen sie sich, heiraten, wollen ein Kind und das Ende kommt. Das Leben von ihnen wird kaum deutlich und Clare wird als garstiges Biest dargestellt. Entweder sie hatten Sex oder haben sich gestritten – Clare scheint sich im Film so unwohl zu fühlen, also verstehe ich nicht, weswegen sie überhaupt bei Henry geblieben ist. Im Buch wird alles viel taktvoller erzählt und es gibt nur einen Streit! Im Film war dieser auch sehr viel heftiger, na, da wird auch mehr Drama benötigt.
Wichtige Charaktere tauchen im Film nicht einmal auf! Schlüsselfiguren erscheinen etwas, bleiben aber durchsichtig und zeigen ihr Potenzial nicht, insbesondere Gomez. Kendrick, der Arzt von Henry, hat im Buch etwas so faszinierendes an sich. Im Film ist er der größte Idiot…
Es wurde sich an die Grundidee vom Buch gehalten und daraufhin ein freier Film erfunden, anders kann ich es gar nicht beschreiben.

Das Buch ist dennoch etwas ganz Wunderbares. Es sind keine perfekten Charaktere, sie haben alle ihre Stärken und Schwächen. Henry und Clare versuchen ihr Bestes und durchstehen die Schicksalsschläge, die andere Paare wohl schon auseinander getrieben hätten. Wer sich also nach einem guten Liebesroman sehnt, der kann dieses Buch durchaus in Erwägung ziehen!

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Montagsstarter #04 Sex and the City

6 Kommentare Add your own

  • 1. buchstabentraeume  |  27. Juni 2012 um 16:57

    Hach, wie ich dieses Buch lese! Es ist sooo toll! Den Film finde ich auch gut, aber du hast Recht: Er lässt einige wichtige Szenen vermissen…

    Antwort
  • 2. buchstabentraeume  |  27. Juni 2012 um 16:58

    Ähm, ich meinte natürlich, dass ich dieses Buch LIEBE. ;-)

    Antwort
    • 3. minigoddess  |  28. Juni 2012 um 08:55

      Hihi :)
      Ich glaube, das Einzige am Film, was ich noch mag, ist Eric Bana – der macht sich als Henry gut :D

      Antwort
      • 4. buchstabentraeume  |  28. Juni 2012 um 09:59

        Jaaa, das stimmt! Und die kleine Clare finde ich auch niedlich. :-D

  • 5. DWTantalus  |  2. Juli 2012 um 08:03

    Hi Minigoddess,
    Es ist zwar noch lang lang hin, aber ich glaub du hast mir schonmal ein Potentielles Weihnachtsgeschenk mit deinem Artikel beschert. Mach weiter so! Ich hab noch mehr Leute die beschenkt werden wollen *g* Vllt. endlich mal ein Weihnachten zu dem ich sagen kann „Ich hab den Geschenke-Wahn schon im Sommer erledigt“.
    Naja, man wird ja wohl noch Träumen dürfen….

    Antwort
    • 6. minigoddess  |  2. Juli 2012 um 08:18

      Hi ;)
      Auf jeden Fall, schreib dir das Buch als Weihnachtsgeschenk auf. Als Geschenk ist es wirklich eine gute Wahl.
      Und wenn dein Traum wahr wird und du die Geschenke schon im Sommer haben solltest, dann erwähne mich bitte dankend dabei :P

      Antwort

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