Kalogridis, Jeanne: Die schwarze Königin

13. April 2012 at 22:34 2 Kommentare

Inhaltsangabe

Ein leidenschaftlicher Kampf um Macht und Liebe.

Katharina von Medici forderte das Schicksal stets heraus. Als Erbin von Florenz kämpfte sie um ihre Liebe, als Königin von Frankreich stellte sie sich gegen die Warnungen des Sehers Nostradamus. Ein großer historischer Roman um eine mutige Frau und Königin, die den Fehler ihres Leben teuer bezahlen musste.

Kommentar

Nun habe ich es letztendlich doch geschafft, ein weiteres Genre für mich zu finden. Der ewige Wechselkreislauf zwischen Fantasy und Thriller musste durchbrochen werden. Wenn ich als Kind damals in der Bücherei war und ich habe ein Buch in den Händen gehalten, mit der Thematik „Historisches“, dann wurde es sogleich wieder verbannt – schließlich muss so etwas langweilig sein. Dieses Mal habe ich mich auf die Suche nach einen Historischen-Roman gemacht und habe „Die schwarze Königin: Ein Katharina von Medici-Roman“ gefunden. Vielleicht hätte es mich unter anderen Umständen nicht so brennend interessiert, aber ich habe im Vorfelde Assassins Creed 2 durchgespielt und da dort auch die Medici-Familie eine gewichtige Rolle spielte, dachte ich mir, es würde ganz gut passen. Frohen Mutes verließ ich die Bücherei, mit einer neuen Errungenschaft, die ich nun zu gerne vorstellen möchte.

Das Buch

Kann das Schicksal bezwungen werden? Es ist schädlich, einen Blick in die Zukunft zu werfen, denn all dies, was geschehen wird, ist bekannt und wird versucht zu umgehen. Aber ist so etwas denn möglich? Kann der vorgeschriebene Weg durchbrochen werden? Katharina versuchte dies und scheiterte. Schon früh lernte sie einen Seher kennen, Cosimo Ruggieri, der ihr versprach, immer für sie da zu sein und ihr zu helfen, denn sie waren durch das Schicksal verbunden. Unzählige Schwierigkeiten begegneten dem jungen Mädchen. Ihre Familie verriet sie, floh ohne sie. Ohne weitere Hilfe, wäre ihr Leben schon zu Beginn geendet.
Ihre Lebzeit stand unter den schwarzen Sternen, als solle sie selbst nicht leben. Nach der Zeit, welche sie in schützenden Klostermauern verbrachte, wurde sie mit dem König von Frankreich verheiratet, welcher sich ihrer nicht erwärmen konnte und sich lieber seiner Mätresse widmete. Doch Katharina akzeptiere dies, denn sie wollte nur ihrem Gemahl helfen. Schon früh wurde sie in ihren Träumen von Visionen geplagt und sie war sich sicher: Ohne ihre Hilfe, würde der König zu früh versterben. Aufopferungsvoll findet sie sich in die Rolle der ungeliebten Königin ein und erhofft auf baldigen Nachwuchs – denn ohne Erben würde die Heirat annulliert werden. Doch es schien ihr nicht bestimmt zu sein, ein einziges Kind in die Welt zu setzen.
Kinder, die nicht sein sollten, wurden geboren, durch den Tod einer unschuldigen Frau und dem ungeborenen Kind. Schwarze Magie verhalf ihr auf ihren Wegen – und das alles nur, damit sie Henri retten konnte. Viele Kinder wurden geboren und doch war keinem ein schönes Schicksal gewidmet worden. Durch Krankheit dahin gerafft oder bei der Geburt des totgeborenen Kindes verstorben. Eines ist dem Wahnsinn verfallen, der Andere ein grausamer Intrigant. Niemand von ihnen ist zum Herrschen geeignet und doch, nachdem der König wahrlich wie in der Vision verstorben ist, ist der Thron der Ihre. Kriege werden geführt, die niemand hätte führen müssen.
Und dies alles nur, weil Katharina von Medici ihrem Schicksal entfliehen wollte und das Richtige tun wollte. All das Leid geschah, weil sie ihren geliebten König retten wollte.

Eigene Meinung

Ich bin von diesem Roman wirklich begeistert. Der Schreibstil sagte mir zu, obwohl es sich um die Ich-Form handelte. Die erzählende Person war Katharina selbst, die über die verschiedenen Phasen ihres Lebens berichtete. Ihre Beweggründe waren immerzu deutlich und verständlich. Das Leid, welches sie erfahren musste, nahezu zum Greifen nahe. Und mir wurde schnell bewusst, dass diese Frau der Ursprung der Tragödien war.
So war es zumindest in diesem Roman – das die Wahrheit eine Andere ist, dem bin ich mir bewusst. Es ist sehr viel fiktiv, wenngleich der Storyfaden natürlich der Geschichte entspricht.
Da ihr gesamtes Leben beschrieben wird, vergeht natürlich eine große Zeitspanne, aber dieses Buch umfasst es einfach grandios. Es wirkt nicht zu abrupt oder zu plötzlich, wie in anderen Büchern, wenn die Zeitsprünge unkoordinierbar sind. Auch die Menschen, die sich in ihrem Umfeld befunden haben, wurden immer gut beschrieben und entwickelten sich weiter, so wie die Königin selbst.
Der Roman hat mich von Anfang an gefesselt und ich war wirklich gespannt, wie die bekannten Geschehnisse umgesetzt werden würden. Für mich ist das Buch eine Meisterleistung, die wirklich empfohlen werden kann.

Auf jeden Fall werde ich noch weitere Romane von Jeanne Kalogridis lesen!

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Osterei Blog Bücherfragen

2 Kommentare Add your own

  • 1. redpixelblog  |  14. April 2012 um 14:02

    Klingt echt spannend.
    Mir gehts es auch so, dass ich mich seit Assassins Creed mehr für Historienkram interessiere. Als vor einiger Zeit 2 Serien zum Thema Borgia liefen war ich auch feuer und flamme o___O

    Antwort
    • 2. minigoddess  |  14. April 2012 um 14:21

      Da bin ich aber froh, dass es nicht nur mir so ergeht :)
      Uns musste die Geschichte einfach nur „schmackhaft“ dargestellt werden und schon kann sich damit beschäftigt werden.
      Das ist aber auch alles so interessant :o

      Antwort

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