Facebook – das Experiment

23. Februar 2012 at 15:47 4 Kommentare

Anfänglich handelte es sich lediglich um eine Bemerkung, die mit einem Schmunzeln ausgesprochen worden ist (und die Idee kam nicht von mir!). Mittlerweile ist es die bittere, schreckliche Realität, welche mich und Natcho eingeholt hat. Schuld daran trägt die letzte Unterrichtsstunde des Religion-Unterrichtes und ein kurzer Gesprächsfetzen über die Fastenzeit. Seltsame, undefinierbare Gedankengänge haben sich letztendlich fusioniert, bis eine suspekte Wette in Erscheinung getreten ist: Ist es für uns möglich, zwei Wochen lang ohne Facebook auszukommen?
Klingt nun nicht so prickelnd? Oh…wer den Konsum von Natcho und mir in Verbindung mit Facebook kennt, der würde schon wissen, welch fataler Rückschlag es für uns sein wird! Insbesondere wird es zu einem Problem kommen, bezüglich des Schulstoffes, aber dazu werde ich noch etwas berichten. Facebook gehört mittlerweile einfach zum Leben dazu. Zumindest für jene, die sich unweigerlich darauf eingelassen haben.

Zwei Wochen ohne Facebook. Ich kann es mir absolut nicht vorstellen und ich selbst vermute, wir werden zuvor aufgeben. Die Regeln? Na, so schwierig sind sie nicht. Die App’s müssen von den Handys verschwinden (geht bei mir eh nicht) und ich werde die FB-Verbindung von meiner Playstation3 trennen (Das macht mich unglücklich!). Anstatt die Accounts zu deaktivieren, haben wir uns für einen Passwort-Wechsel entschieden. (Sie ändert also meines und umgekehrt. Falls also eine von uns aufgeben möchte, muss die Wettpartnerin gefragt werden, um das Passwort zu erhalten)

Es ist schon erschreckend, wie viel Zeit eigentlich tatsächlich auf Facebook verbracht wird. Es ist ein Muss tagtäglich zu sehen, wer denn was gepostet hat. Wer ist mit wem befreundet? Wer ist mit wem zusammen gekommen und wer hat sich von wem getrennt? Was tut diese Person heute? Was wird geplant? Wo kann ich noch schnell einen Spruch los werden? …Dazu kommt noch der Verlust keine Fotos posten zu können. Normalerweise ein Vorteil, aber hey…wir haben uns doch an dieses Netzwerk gewöhnt!

Sehr interessant sind auch die Reaktionen auf dieses Experiment. Niemand glaubt uns, alle wetten gegen uns. Und es werden uns höchstens drei Tage zugesprochen, die wir noch durchhalten können. Diese pessimistische Einstellung zeigt doch aber auch nur, dass niemand davon überzeugt ist, dass es so einfach ist, sich einfach von Facebook zu lösen. Diese Abhängigkeit ist durchaus seltsam…aber mir gar nicht so fremd. Es gab auch die Zeit, in der ich mir nicht vorstellen konnte, für einen längeren Zeitraum nicht bei ICQ/MSN online zu gehen. Oder weitere Websites zu besuchen. Der Mensch ist dafür gemacht, von einer Sucht in die Nächste zu laufen, nicht wahr?
Ja, bei Facebook kann durchaus von einer Sucht gesprochen werden.

Wenn dieses wunderschöne Stück von Papier aufgeklappt wird, dann ist die Zeit gekommen. Natcho wird mein Passwort ändern…um 20.00Uhr dieses Tages. Ich werde über mein Elend berichten und über alles, was mir auffällt / was sich verändert. Und auch über andere Thematiken, schließlich habe ich wieder mehr Zeit mich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Klingt nun härter als es ist. Ich sitze sicherlich nicht den ganzen Tag vor meinem PC, dafür habe ich gar keine Zeit. Aber wenn ich etwas Freizeit habe, dann habe ich die eben auf Facebook verbracht. Oder es lief so nebenbei her.

Nun habe ich noch ungefähr drei Stunden. Wie wundervoll, ha ha. Was mich persönlich am Meisten stört? Manche Persönchen sind nur noch auf Facebook erreichbar. Oftmals hat sich die gesamte Kommunikation auf Facebook verlegt (leider). Und manch so ein idiotisches Gespräch wird mir fehlen ;)

Also gut~
Ich bin mal ganz gespannt und male mir keine weiteren Terrorgeschichten aus. Irgendwie hoffe ich, dass es doch klappt, aber na ja, es wird nicht ganz so lustig!
(Ich freue mich übrigens über jegliches Kommentar – so kann ich immerhin noch auf virtueller Basis kommunizieren! :D)

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Die Drachenkämpferin – zweiter Teil Das Chaos

4 Kommentare Add your own

  • 1. Camellia  |  23. Februar 2012 um 15:58

    Hm… ist mit Sicherheit eine Sucht. Aber ist es nicht eigentlich egal was die anderen machen? Ist es so wichtig zu wissen, was wer an welchem Tag vor hat?

    Na ich gehöre halt einfach zu den Facebook-Ungläubigen XD
    Obwohl ich mich von Sucht allgemein sicher nicht freisprechen kann… drei Mal darfst du raten welche Internetadresse ich überwiegend automatisch eintippe wenn mir langweilig ist. Wirklich automatisch… dann kuckt man auf den Bildschirm und denkt, da will ich gar nicht hin!

    Antwort
    • 2. minigoddess  |  23. Februar 2012 um 16:21

      Normalerweise ist es ganz bestimmt nicht wichtig. Aber irgendwie ist man es dann gewohnt, zu wissen, was in der Welt vor sich geht.

      Ich weiß natürlich, welche Seite du meinst :P Irgendwie gewöhnt man sich einfach viel zu sehr an solche Seiten / Communities.

      Antwort
  • 3. buchstabentraeume  |  24. Februar 2012 um 14:29

    Haha, ist ja geil, dass deine Freundin sogar dein Passwort geändert hat! Gute Idee! Würde mich nicht wundern, wenn es nun ätschbätsch lautet… :-D

    Antwort
    • 4. minigoddess  |  24. Februar 2012 um 19:09

      Das werde ich in einer Notfallsituation mal ausprobieren!
      Bisweilen verspüre ich zum Glück keine Beschwerden xD

      Antwort

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