Die Drachenkämpferin – erster Teil

27. Januar 2012 at 10:25 4 Kommentare

Wer meine letzten Rezensionen gelesen hat, der wird wohl festgestellt haben, dass die letzten gelesenen Bücher nun nicht unbedingt meinen Geschmack getroffen haben. So bin ich nun wirklich froh darüber, endlich wieder über ein Buch zu schreiben, welches mir gefallen hat! Hätte ich nur damals auf eine Freundin gehört, die ebenfalls eine versessene Lesenärrin ist und diese Buch Trilogie angepriesen hat. Ich hatte es sogar schon in den Händen gehalten, aber nein, ich wusste es natürlich besser. (Danke, Franzi!)

Geschrieben wurde dieser Fantasy-Roman von Licia Troisi und beinhaltet 383 Seiten sowie eine eindrucksvolle Landkarte. Diese wurde so gehalten, dass sogar ich sie mir näher angesehen habe, um zu verstehen, an welchem Ort sich die Charaktere befinden. (In manch anderen Romanen habe ich mich dazu nicht aufraffen können, denn die Karten wirken oftmals überladen und unübersichtlich!) Auch das Cover finde ich ansprechend, wobei ich zugeben muss, dass mir die Gestaltung der zweiten Trilogie mehr zusagt. Dennoch: Es ist ein Buch, welches auffällt und nicht in einem Buchhandel untergeht, wie unzählige andere Titel.
Ich selbst habe sogar noch ein passendes Lesezeichen dazu erhalten. Solche Kleinigkeiten erfreuen mich dann schon :)

In dieser Romanreihe geht es um die letzte, überlebende Halbelfe Nihal, welche vom Waffenschmied Livon erzogen wurde. Anstatt als heiratswilliges Fräulein aufzutreten, ist sie der burschikose Typ. So ist sie auch die Anführerin der Jungenbande ihrer Stadt. Natürlich besitzt auch Nihal einen Traum, denn sie möchte eine Drachenkämpferin werden und zwar die Erste, denn bisweilen kämpften nur Männer im Krieg, um die freien Länder zu bewahren. Der Tyrann, ein abtrünniger Magier, versucht erfolgreich die Länder einzunehmen, denn sein Heer ist deutlich in der Überzahl.
Der zweite Protagonist trägt den Namen Sennar, welcher den Wunsch hegt, ein Teil der Rat der Magier zu werden. Zwischen Nihal und Sennar baut sich eine tiefe Freundschaft auf, denn die Wünsche der Beiden verbinden sie.
Zusammen mit der Magierin Sonea beginnt ihre Reise ins Ungewisse.

Auf den ersten Blick wirkt es wie eine Geschichte, die vielleicht schon einhundert Mal erzählt worden ist. Aber Licia Troisi schafft es, dass diese Idee erfrischend und anders wirkt.
Ihre Charaktere entwickeln sich weiter, verändern sich durch gravierende Ereignisse, die zuvor einfach nicht zu erwarten sind. Vielen Autoren mangelt es in dieser Hinsicht an dem benötigten Talent. Ja, ich weiß selbst, wie schwierig es ist, einen Charakter weiter zu entwickeln, ohne das er seine Glaubhaftigkeit verliert, aber es kann funktionieren! Wobei ich die Stilmittel, die in diesem Buch verwendet wurden, doch etwas Kritisieren muss. Die Veränderungen (hauptsächlich wird im ersten Teil von Nihal gesprochen) zogen immer wieder einen Zeitsprung mit sich.
Die Jahre in diesem Buch vergehen sehr schnell, denn anfänglich ist sie erst 13 Jahre alt und zum Ende des Buches 18. Natürlich musste diese Geschichte weiter angetrieben werden, denn je älter die Halbelfe wurde, desto mehr konnte mit ihr gehandelt werden, dennoch kommen manche Stationen des Lebens nicht richtig zur Geltung.

Manches Mal störte mich der Zwiespalt von Nihal, denn immer und immer wieder wurden ihre traumatischen Erlebnisse aufgelistet, um ihren Hass zu verdeutlichen. Ja, es ging ihr nicht gut und es war durchaus zu verstehen, aber es ist gefährlich, zu lange auf etwas zu verharren, denn oftmals verliert es seine Bedeutung.

Trotz der Kritik empfehle ich dieses Werk weiter. Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten, es lässt sich wirklich angenehm lesen. Störend sind nur manche Rechtschreibfehler. (Lesen nicht normalerweise Lektoren die Texte nach? Und ja, in meinen Texten sind gewiss auch Fehler, aber ich habe keinen Lektor! :P) Auch eine Leerstelle fehlte im Text, so wurden zwei Wörter miteinander verbunden, die sicherlich nicht zusammen gehört haben. Vielleicht sind die Fehler in anderen Auflagen ja verändert worden. (Wobei mir schon des Öfteren solche Fehler im Heyne Verlag aufgefallen sind…)

Wie auch immer: Der zweite Teil ist bestellt und ich freue mich wahnsinnig darauf :)

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Und nun fassen wir uns an den Kopf Fatal Frame – bis zur Katastrophe

4 Kommentare Add your own

  • 1. Camellia  |  28. Januar 2012 um 20:02

    Das mit den Lektoren denke ich auch so manchesmal! Mal ehrlich meine Rechtschreibung ist mieserabel, und wenn ich schon Fehler finde ist irgendwas echt nicht ok…

    Bei meinem letzten Buch war es an einer Stelle auch, das die Namen vertauscht waren. Nervig, damit rechnet man ja nicht das da erstmal ein ganz falscher Name steht.

    Antwort
    • 2. minigoddess  |  28. Januar 2012 um 20:22

      Okay, wenn Namen vertauscht werden, dann ist es wirklich nicht mehr lustig. Autoren fällt sowas nicht immer auf, klar, kann ich verstehen. Aber es wird definitiv nachgelesen…und die sind darauf geschult :/
      Es erschwert den Lesevorgang auch erheblich & die Lust.
      Ich finde, je mehr Fehler gefunden werden, desto mehr vergeht einem auch die Lust, sich damit weiter auseinander zu setzen…schade für manche Werke!

      Antwort
  • 3. traumtaenzerin  |  28. Januar 2012 um 22:48

    Das Buch klingt wirklich toll! Eigentlich lese ich Fantasy gar nicht sooo gerne, aber hier werde ich wohl mal eine Ausnahme machen. ;-)

    Antwort
    • 4. minigoddess  |  28. Januar 2012 um 22:54

      Freut mich, dass ich dich von diesem Roman überzeugen konnte :)
      Für einen Fantasy-Einsteiger (bzw. jemanden, der wenig Fantasy liest, ist das Buch optimal)
      Hoffentlich sind die anderen Werke auch so gut!
      Teil 2 liegt mittlerweile neben mir, aber ich kann noch nicht anfangen. Das ist wirklich ein schreckliches Gefühl :D

      Antwort

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