Und nun fassen wir uns an den Kopf

22. Januar 2012 at 19:48 Hinterlasse einen Kommentar


Nein, vorher freuen wir uns über dieses Video. Nein, Rupert Grint singt es nicht, aber es stellt mich schon zufrieden, ihn wieder in „Einsatz“ zu sehen. Er ist einfach der Beste & ja, Ed Sheeran kann wirklich fantastisch singen.

Dieser Eintrag wird aber meiner Arbeit gewidmet. Dort habe ich am Samstag 7 Stunden verbracht und anfänglich verging die Zeit sogar sehr schnell. Es waren einige Kunden anwesend, die mich mit ihrer Anwesenheit natürlich sehr beglückt haben. Sagen wir so: Meine Lieblingskunden waren alle da (Ja, irgendwann beginnt solch eine Favorisierung von alleine) und all jene, die ich nicht leiden kann, waren nicht an meiner Kasse. So mag ich das!
Das ist nun aber nicht der spannende Teil dieses Tages. Ich sollte mir des öfteren solch eine Schicht verpassen lassen, denn häufig arbeite ich ja ab 17 Uhr und dann bis zum Ende, da passiert nicht mehr viel.
So aber nicht am Samstag!

Hier sind meine Top 3 Situationen des Arbeitstages:

Platz 3
An dieser Situation hat kein Kunde Schuld, aber ich empfand es schon als deutliches Zeichen, dass das Licht meiner Kasse nicht funktionierte. Es sollte also niemand in der Lage sein, herauszufinden, dass doch jemand an dieser Kasse sitzt. An diesen Gedanken habe ich mich zumindest drei Sekunden fest halten können, denn es interessiert niemanden, ob das Lichtlein leuchtet oder nicht. Menschen sind Herdentiere und stellen sich immer dort an, wo schon jemand steht. So fand also ein kluger Kunde den Weg zu mir und schwupp…die Schlange wuchs.
Das ist sowieso immer interessant. Beinahe jeglicher Kunde stellt sich an die volle Schlange, anstatt sich einmal um zu sehen, denn meistens ist eine weitere Kasse geöffnet. Das Schicksal hat also leider doch nicht zu mir gesprochen.

Platz 2
Der betrunkene Russe. Na gut, ich weiß nicht, ob er tatsächlich russische Wurzeln besitzt, aber für mich sah er eben aus wie einer. Und er hatte ganz bestimmt getrunken, denn diese Alkoholfahne war berauschend. Leider war es erst etwa 15 Uhr, aber hey, manche benötigen halt ihren Stoff. Ich habe ihn vorher auch noch nie gesehen, von daher glaube ich auch, er hat sich einfach nur in den Markt verlaufen. Was er nun so tolles gemacht hat? Die reduzierten Artikel hat er sich angesehen. Bestimmt eine ganze Stunde lang, denn ich war wirklich überrascht, als er wieder die Aufmerksamkeit auf sich zog. Ich war zwischen durch eine Pause machen, von daher, ja, er war lange im Laden. Ist immer noch nicht das Besondere. Auf einmal hörten wir ein fallendes Geräusch und danach ein schallendes Lachen. Dieser Kunde saß auf einmal auf dem Boden. Betrunken? Hell, yes. Aber er saß aus guten Grund nun auf einmal auf dem Hosenboden. Dekowürfel sind halt doch nicht die richtigen Sitzmöglichkeiten…dabei wollte er doch so einen für daheim haben, um sich darauf nieder zu lassen….
Es ist natürlich einleuchtend, sich auf einen Würfel, der zur Dekoration dienen soll, zu setzen. Wirklich.

Platz 1
Dieser Platz ist aber der wahre Grund, weswegen ich diesen Eintrag verfasse.
Wir haben an den Kassen so Sicherheitssensoren, die anfangen zu PIEPEN wenn etwas Geklaut wird. Bisweilen waren es lediglich die C&A Jacken, die dieses schreiende Geräusch entfacht haben. Oder die künstlichen Hüftgelenke einer Kundin. Aber am Samstag war alles anders – ein Kunde trug die Schuld dafür & dieses Mal lag es nicht an seiner Jacke. Als das Piepen ertönte, zitterte er schon am ganzen Körper und es war ihm einfach deutlich anzusehen. Er ist also weiter gegangen, weil das Ausblenden des Geräusches ist natürlich eine wunderbare Alternative. Leider ist ihm schon eine Mitarbeiterin entgegen gekommen und er brauchte einen Fluchtweg.
Jeder normale Mensch wäre nun einfach an dieser Mitarbeiterin vorbei geeilt um den Laden zu verlassen. Aber nicht dieser Kunde! Nein, er ist über die Kassenabsperrung geklettert und wieder in den Laden hinein. Was auch immer er dort wollte. Die Flaschen zurückbringen? Leider kam ihm der Ladendetektiv entgegen und das Spielchen endete schon schnell.
Es waren übrigens 8 Flaschen mit alkoholischen Inhalt, welche sich in seinem Rucksack befunden haben.

Wie dämlich muss eine einzige, gescheiterte Existenz eigentlich sein? Ich frage mich wirklich, was er gedacht hatte, als er in den Laden zurück gegangen ist. Wollte er dann beim Eingang wieder raus? Als ob da niemand gestanden hätte.

Nun können wir uns zumindest sicher sein, das Piepen wird vorerst nur wieder wegen den Jacken ertönen.
Die Samstagschicht ging aber eben wegen diesen drei Situationen recht schnell vorbei und darüber bin ich wirklich dankbar!

Danke an die fertigen Menschen, die einfach ihr Leben nicht unter Kontrolle haben. Ein Betrunkener und ein Ladendieb, der Alkohol „kauft“. Irgendwie dreht es sich wirklich immer nur um das Eine~

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